Der Weg aus dem Teufelskreis
Wenn Diabetes Übergewicht bedingen kann, umgekehrt auch von ihm begünstigt wird, scheint das ein Problem von Henne und Ei zu sein: Wer war zuerst da? Ein Rückblick auf die Krankheitsstatistiken der vergangenen jahrzehnte gibt hier eine klare antwort. Das rapide Ansteigen von Diabeteserkrankungen ist eindeutig ganz wesentlich bedingt durch den steigenden Wohlstand. Üppige und unausgewogene Ernährung, dazu mangelnde Bewegung, bilden den Boden für ein immer häufigeres Auftreten der Zuckerkrankheit. Sie begünstigen Übergewicht, das Diabetes fördert, und sie erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Ernährung und Bewegung sind daher der Schlüssel für den Weg aus diesem komplizierten Labyrinth. Die erbliche Veranlagung kann man nicht ändern, aber sie kann auch nicht der wesentliche Faktor für die stetig steigende Zahl von Diabetesfällen sein. Dieses Ansteigen erklärt sich aus unserer heute verbreiteten ungesunden Lebensweise. Und die kann man eben ändern!
Gesunde Ernährung muss nicht fade oder langweilig sein – die als Anregung beigegeben Rezepte beweisen es. Ausreichende Bewegung heißt nicht schweißtreibender Spitzensport. Bereits geringfügige Änderungen von Gewohnheiten können einen großen Effekt haben. Der vermeintliche Teufelskreis ist zu durchbrechen! Für die Vorbeugung – besonders, wenn die Eltern bereits zuckerkrank sind – lautet die zentrale Regel:
Eine gesunde, fettarme Ernährung und regelmäßige Bewegung sind der beste Schutz vor Diabetes II.
Von Anfang an gesund leben
Das gilt natürlich auch dann, wenn Diabetiker die Gefahr für ihre Kinder verringern möchten. Unsere moderne ungesunde Lebensweise ist eine Gewohnheit, sie wird gelernt. Man kann sie auch wieder verlernen. Nicht nur gesünder, sondern auch einfacher ist es aber, von klein auf gesund zu leben zu lernen. Das heißt: wenig Fett, wenig Zucker und Weißmehl, viel Obst und Gemüse. Fleisch selbst ist an sich nicht schädlich, es enthält aber oft zu viel Fett. Bevorzugt werden sollten bei Fleisch, Wurst und Käse magere Sorten. Fisch gehört öfter auf den Tisch. Pflanzliche Kost ist günstiger als tierische. Man muss deshalb nicht zum Vegetarier werden, sollte aber in der Zusammensetzung der Ernährung die Gewichte verändern: weg von fett und „leeren“ Kalorien, hin zu frischer, vitamin- und ballaststoffreicher Kost. Und wenn dann noch die Familie ihre Sonntage nicht nur gemeinsam vor dem Fernseher verbringt, dann tun damit Eltern sowohl ihren Kindern als auch sich selbst etwas Gutes. Und das nicht nur im Hinblick auf Diabetes.