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Leseprobe


Die meisten Unfälle mit dem Fahrrad passieren, weil Kinder das Rad doch noch nicht so gut beherrschen, wie sie und ihre Eltern glauben. Anfänger sind nun einmal noch etwas unbeholfen und verlieren leicht das Gleichgewicht. Kinder reagieren auch langsamer als Erwachsene. Einem plötzlich auftauchenden Hindernis können sie meist nicht ausweichen, so dass sie stürzen. Auch die Entfernung und Geschwindigkeit von Fahrzeugen können Kinder noch nicht richtig einschätzen. Und in vertrauter Umgebung, etwa vor der Haustür, passen Kinder oft nicht so auf, wie sie sollten. Sie fühlen sich einfach zu sicher. Jüngere Kinder lassen sich erfahrungsgemäß auch leichter ablenken, wenn sie auf der Straße unterwegs sind. Und dann vergessen sie, was sie gelernt haben.

Kinder dieser Altersgruppe (6-8 Jahre) gehen zunehmend ihre eigenen Wege. Ständige Beaufsichtigung und die Ermahnungen zur Vorsicht werden von ihnen als lästig empfunden. Trotz aller Sicherheitshinweise und bisher erworbenen Kenntnisse über drohende Gefahren überwiegt gelegentlich der Reiz zu gewagteren Spielaktivitäten. Gefahren und die Überwindung von Gefahren lassen sich im Spiel erleben. Spielplätze können geeignete Orte für diese Experimente sein, denn in der Regel entsprechen diese Spielanlagen den geforderten Sicherheitsbestimmungen. Wenn die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten vorgenommen wurden, bieten Spielanlagen sowohl einen sicheren Rahmen als auch einen Freiraum für kreative und phantasievolle Spielaktivitäten, die in den bestehenden Sicherheitsnormen berücksichtigt sind. Vorraussetzung für sicheres Spielverhalten ist jedoch, dass mögliche Gefahren für Kinder erkennbar sind, damit sie diese bewältigen lernen.

Viele Kinder betreiben in ihrer Freizeit Sport, nicht nur im Verein. Skateboard, Roller-Blades und Inline-Skates sind aktuelle Spielgeräte, die Kindern oft ohne Anweisung und Anleitung überlassen werden. Wenn im Umgang mit diesen Geräten die eigene Fertigkeit überschätzt wird, ist das Unfallrisiko hoch. Stürze mit schwerwiegenden Verletzungen sind bei solchen Aktivitäten nicht selten. Geeignete Kleidung samt Schutzvorkehrungen für Kopf, Ellbogen, Knie und Hände vermindern die Gefahr. Nötig ist aber auch, dem Kind klar zu machen, dass es mehr von dieser Aktion hat, wenn es sich Schritt für Schritt mehr zutraut. Auch etwas wagemutigere Kunststücke gelingen dann umso besser.