Vitamin A - Retinoide für den strahlenden Blick
Vitamin A ist der Oberbegriff einer ganzen Reihe von Substanzen. Das fettlösliche Vitamin wird vor allem in Form seiner Provitamine wie Betakarotin aufgenommen. Zur Resorption (Aufnahme und Verarbeitung) im Darm sind Gallensäuren notwendig. Provitamin A kommt in Gemüse (Möhren, Rote Beete, Blattgemüse, Petersilie, Tomaten...), Obst (Aprikosen, Hagebutten, Orangen...), Milch und Eiern vor. Vitamin A ist Teil des Sehpigments Rhodopsin, das eine wesentliche Rolle beim Sehvorgang spielt. Weiter ist Vitamin A für die Stabilität der Zellmembranen (also für eine schöne Haut), zum Wachstum, für die Knochenbildung und das Immunsystem wichtig. Das Antioxidans ist empfindlich gegen Licht, Sauerstoff und Wärme.
Vitamin B (Komplex) - Power für die Nerven
Der Vitamin B-Komplex besteht aus Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Pyridoxin (Vitamin B6) und den Cobalaminen (Vitamin B12). Diese wasserlöslichen Vitamine kommen meist als Komplex vor, die einzelnen Vertreter sind in ihrer Wirkung zum Teil ähnlich. B-Vitamine werden im Kohlenhydrat-Stoffwechsel benötigt, beeinflussen die Schilddrüsen- und die Nervenfunktion. Zu den Hauptlieferanten zählen Vollkorngetreide, Keime, Naturreis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Salat, Tomaten, Kartoffeln, Pflaumen, Hefe und Geflügel. Die Vitamine Niacin, Folsäure und Pantothensäure, vormals Teil der Gruppe, werden heute nicht mehr zum B-Komplex gerechnet.
Vitamin B1 - Thiamin
Vitamin B1 setzt sich zusammen aus Thiamin und Aneurin. Vitamin B1 ist in vielen Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs enthalten. Es spielt eine wesentliche Rolle beim Kohlenhydratabbau. Sein Fehlen führt zu der Vitamin-Mangel-Krankheit Beri-Beri. Zur Behandlung fand der Wissenschaftler Funk 1911 in Reiskleie ein stickstoffhaltige Verbindung, die er Vitamin nannte.
Vitamin B2 - Riboflavin
Ist ein Antioxidans, das beim Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett benötigt wird. Es schützt Augen vor Lichtüberempfindlichkeit und fördert die Sehkraft. Vitamin B2 findet sich vor allem in Hefe, Keimen, Eigelb und grünen Gemüsen. Haut- und Bluterkrankungen können die Folgen einer Mangelerscheinung sein.
Vitamin B6 - Pyridoxin
Ist in den gleichen Nahrungsmitteln enthalten wie der Vitamin B-Komplex. Es ist wichtig für den Eiweißstoffwechsel, die Funktion des Nervensystems, des Gehirns und des Herzens. Es reguliert die Bildung von Niacin. Zudem beeinflusst Pyridoxin den Hautzustand und die Blutbildung positiv. Gute Lieferanten sind Vollkorngetreide, Nüsse, grüne Gemüse, Kartoffeln, Hefe, Avocados, Milch und Bananen.
Vitamin B12- Cobalamin
Nur Mikroorganismen sind zur Bildung von Cobalamin befähigt, so auch die Bakterien der Darmflora. Dort gebildetes Cobalamin wird im letzten Abschnitt des Dünndarms aufgenommen. Die Substanz ist beteiligt beim Eiweißstoffwechsel und bei der Bildung der roten Blutkörperchen. Sie kommt neben Weizenkeimen, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Algen und Sauerkraut überwiegend in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor (Hefe, Eier, Fisch, Milch und Milchprodukte). Mangelerscheinungen führen zu Blutarmut und Nervenerkrankungen.
(Auszug aus dem "Lexikon der Prävention")