Je früher, desto besser
Wer schon im Anfangsstadium seiner Beschwerden mit dem Training beginnt, kann schnell spürbare Erfolge erzielen. Denn keine Muskelschwäche behebt sich von selbst. Im Gegenteil: ohne Training wird sie sich immer mehr verstärken. Und je kürzer der Zeitraum ist, in dem die Schwäche besteht, desto schneller lassen sich die Muskeln wieder aufbauen.
Und noch etwas ist wichtig: Bestand einmal eine Beckenbodenschwäche (außer direkt nach der Entbindung), so sollten sie – auch nach Abklingen der Beschwerden – das Training dennoch weiterhin durchführen. Denn Muskeln, die nicht mehr trainiert werden, bilden sich schnell wieder zurück. Jeder, der schon einmal seine Muskeln aufgebaut und dann mit dem Training aufgehört hat, weiß das.
Ich möchte sie mit dieser Aussage keinesfalls frustrieren, aber Sie sollten von Anfang an wissen, dass nur stetes Training dauerhafte Erfolge bringt. Ich hoffe vielmehr, dass die positiven Effekte und das Wohlbefinden, das sich nach dem Üben einstellt, Sie motivieren, mit dem Beckenboden-Training weiterzumachen. Natürlich ist es – zumindest in der ersten Zeit – nicht immer einfach, die nötige Disziplin für das regelmäßige Üben aufzubringen.
Vielleicht hilft Ihnen die Vorstellung, das Training als eine Art Körperhygiene zu betrachten, so wie das tägliche Zähneputzen, Duschen und Haarekämmen. Sie werden sehen: es wird Ihnen in Fleisch und Blut übergehen. Außerdem können Sie einige Übungen auch ganz nebenbei machen, wie beispielsweise im Supermarkt, wenn Sie in der Schlange stehen, beim Warten auf den Bus, im Büro am Schreibtisch... Und wenn Sie nachlässig werden, werfen Sie immer wieder Mal einen Blick auf die Erfahrungsberichte. Die geben Ihnen Mut und festigen Ihren Willen!