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Leseprobe


Sicherheit und Ergonomie im Auto von Anfang an

Der ideale Kindersitz muss die Sicherheitsansprüche von Eltern, Kindern und Gesetzgeber erfüllen, ohne dass die Ergonomie dabei zu kurz kommt. Wünschenswert wäre aufgrund der Experten-Empfehlungen ein "mitwachsender" Kindersitz. (ECE-Gruppe 1-3, ab ca. 9 Monate bis 12 Jahre, 9-36 kg Körpergewicht). Montage und Handhabung müssen zwar für Erwachsene kinderleicht sein, dürfen aber von den Kindern nicht geöffnet werden können. Die Sicherung des Kindes sollte durch den Dreipunktgurt des Fahrzeuges oder gleichwertige Befestigungssysteme erfolgen. Gurtklemmen garantieren die sichere Führung des Gurtbandes und sorgen für den sicheren Rückhalt des Kindes.
Aus ergonomischer Sicht ist zu fordern:

  • Eine altersgerechte Größenanpassung,
  • Eine Breitenanpassung im Schulterbereich und
  • Eine Sitzflächenverlängerung


Der richtige Sitz sollte folgende Punkte berücksichtigen:

  • Eine in der Breite verstellbare, seitliche Schulterunterstützung ermöglicht dem Kind entspanntes Sitzen auch bei Kurvenfahrten oder wenn es eingeschlafen ist.
  • Die Sitze sollten unbedingt eine Kopfstütze besitzen, denn bei einem Seitenaufprall sind Kleinkinder besonders im Halswirbelbereich gefährdet. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper überproportional groß und deshalb wirken höhere Kräfte  auf die Halswirbelsäule als beim Erwachsenen.
  • Die Kopfstütze sollte abnehmbar sein, denn bei älteren Kindern ab ECE-Gruppe 3 (Gewicht 22-36 kg, alter ab ca. 6 Jahre) ist die Halsmuskulatur bereits stabiler, die Gefährdung also geringer. Ab wann darauf verzichtet werden kann, richtet sich aber immer nach der individuellen Konstitution des Kindes.
  • Die Rückenlehne sollte eine wachstumsgerechte Größenanpassung in der Höhe ermöglichen.
  • Für die richtige Unterstützung der Lendenwirbelsäule des Kindes ist eine ergonomisch geformte Lordosenstütze insbesondere im Wachstumsalter wichtig.
  • Die Sitzfläche muss so gestaltet sein, dass durch ihre nach hinten abfallende Neigung ein Durchrutschen unter den Gurt verhindert wird.
  • Durch eine Sitzflächenverlängerung wächst der Sitz regelrecht mit und kann der jeweiligen Oberschenkellänge angepasst werden.
  • Lehne und Sitzfläche sollten so konstruiert sein, dass bei längeren Fahrten ein gleichbleibendes angenehmes Sitzklima durch eine kontinuierliche  Luftzirkulation zwischen Körper, Kindersitz und Fahrzeugsitz erreicht wird. Dieser Effekt  ist durch eine offene und stabile Rohrrahmenkonstruktion des Sitzes leichter zu erzielen  als durch Kunststoffschalen, in denen die Kinder mehr schwitzen. Außerdem ist die Absorption von Aufprallenergie im Falle eines Unfalls größer.

Übrigens: Alle Bezüge sollten abnehmbar sein und in der Waschmaschine gereinigt werden können.