Orthopädischer Blick und orthopädisches Denken
Mit den Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems beschäftigen sich nicht mehr nur die klassischen orthopädischen Berufe. Hinzugekommen sind vor allem in den bereichen Prävention und Rehabilitation Berufszweige, die keine originäre medizinische Ausbildung haben, sich aber in der Praxis mit vielen orthopädischen Krankheitsbildern konfrontiert sehen. Die fehlende orthopädische Grundausbildung hat dazu geführt, dass in einzelnen Problemfeldern zwar sehr viel Spezialwissen angehäuft wird, aber das wesentliche orthopädische Denken fehlt, der „Sensus orthopaedicus". Der Begriff steht für den Blick, das Gefühl und die Vorstellung für Form und Funktion und die krankhaften Veränderungen des Bewegungssystems.
Den „Sensus orthopaedicus“ zu entwickeln, das ist das Hauptanliegen des Fachbuches „Form und Funktion“. Die einzelnen Kapitel sind nach Körperregionen geordnet. Sie beginnen mit einer schematischen Darstellung der Bewegungsprüfung und einem Bewegungsschema für die Funktion des jeweiligen Körperteils. Anschließend behandelt der Autor typische Krankheitsbilder der jeweiligen Region und erklärt standardisierte Funktionstests. Eine lexikalische Auflistung der häufigsten orthopädischen Erkrankungen ergänzt das Buch und erleichtert die Orientierung. Das Kompendium schult systematisch den orthopädischen Blick und orthopädisches Denken.
Prof. Dr. W. Menke
Form und Funktion. Orthopädische Befunde im Überblick
VERLAG im KILIAN, 141 Seiten, 156 Tabellen
ISBN 978-3-932091-60-5
€ 18,50